Kriegsschauplatz Jemen

Verdrängtes Leid

28.05. – ab 20 Uhr – HS5 (WIWI)

 Seit der Bürgerkrieg 2014 begann, spitzte sich die Lage immer weiter zu.  Damals versuchten die Huthi–Rebellen, mutmaßlich unterstützt vom Iran, den damaligen Präsidenten Mansur Hadi zu stürzen. Was folgte, ist einer der verheerendsten Konflikte unserer Zeit. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass 18 der 27 Millionen Jemeniten von humanitärer Unterstützung abhängen und sieben Millionen konkret von einer Hungersnot bedroht werden. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist in Teilen des Landes nicht gewährleistet und führte dazu, dass knapp 600 000 Menschen an Cholera erkrankt sind. Doch eine merkliche Verbesserung der humanitären Lage, oder ernsthafte Bemühungen um Frieden, sind nicht zu erkennen.

Warum berichten unsere Medien so wenig über diese Krise und wie kann den Menschen vor Ort geholfen werden? Worum geht es? Warum unterstützt Saudi Arabien, als Anführer einer internationalen Allianz, den faktisch abgesetzten Präsidenten Mansur Hadi? Und welche Auswirkungen hat der Tod des Rebellenführers Abdullah Saleh?