Südchinesisches Meer

Stiller Vormarsch einer Großmacht?

30.05. – ab 20 Uhr – HS10 (AM)

 China, schon jetzt eins der flächengrößten Länder der Welt, erweitert sein Staatsgebiet auf äußerst unkonventionelle Weise: Durch den Bau von Inseln, mitten im Meer!

Seit den 1950er–Jahren war das Südchinesische Meer Schauplatz verschiedener Streitigkeiten. Für die Meisten handelt es sich bei diesem Konflikt um einen unbedeutenden Streit um kleine Inselgruppen, die China ausbauen und militärisch nutzen möchte. Doch schaut man genauer hin, erkennt man die Bedeutung dieser Ambitionen. Umfangreiche Öl- und Gasvorkommen werden in diesen Gewässern vermutet, aber auch die großen Fischbestände dürften Grund für die anhaltenden Streitigkeiten sein – Eine Region mit großer geopolitischer Bedeutung, durch die eine der wichtigsten internationalen Handelsrouten verläuft.

So versuchen gerade auch die Vereinigten Staaten ihre Macht im Ostasiatischen Raum zu wahren und ein Gegengewicht zum aufstrebenden China zu bilden.

Doch welche Länder agieren noch im Südchinesischen Meer? Welchen Einfluss hat die dortige Lage auf europäische Außenpolitik? Was für Interessen haben die kleineren Anrainerstaaten und hat China das Potenzial zur neuen globalen Supermacht aufzusteigen?