Vielfalt – Nicht ohne interreligiöse Kompetenz!

Erdoğan Karakaya

Vielfalt – nicht ohne interreligiöse Kompetenz!

Donnerstag 08. Juni 2017, 16:00 – 18:00 Uhr

Die politische Einsicht, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, führte dazu, dass Vertreter_innen, die sich weigern eine Veränderung der ihnen bekannten bzw. imaginierten Gesellschaft anzunehmen, sich oft gegen politische Bemühungen einer Vielfaltspolitik stellen.

Gleichsam wird eine immer stärker sichtbare Heterogenität der Bürger_innen zumeist einseitig als positiv verklärt. Damit werden jedoch kommende Herausforderungen völlig ausgeblendet.

Bereits an dieser Stelle soll formuliert werden: Überall wo Menschen verschiedenster Interessen und kultureller Zusatzqualifikationen zusammenkommen um an einer Gesellschaft zu partizipieren, benötigen Bürger_innen einer Vielfaltsgesellschaft die Kompetenzen, die genau jenes Gespräch überhaupt ermöglichen.

Aus diesem Grund erarbeiten die Teilnehmer_innen gemeinsam mit dem Referenten Erdoğan Karakaya, welche Bedingungen, Methoden und Herausforderungen des Dialogs zu beachten sind, damit in Vielfaltsgesellschaften Menschen unterschiedlicher Werte- und Glaubenstraditionen miteinander in das Gespräch gehen können.

Aus diesem Blickwinkel heraus, möchte der gemeinsame Workshop sich unter anderem mit diesen Fragen auseinandersetzen:

  • Welche Bedingungen des Dialogs sollten grundsätzlich akzeptiert werden, damit unterschiedliche Akteur_innen miteinander ins Gespräch gehen können?
  • Welche individuelle und gesellschaftlich-mentale Transformation ist von Nöten, damit zukünftige Ziele kooperativ formuliert werden?

Informationen zum Workshopleiter:

Erdoğan Karakaya, hat seinen Magisterabschluss in den Fächern Islamwissenschaft, Religionswissenschaft und Europäische Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg erworben. Herr Karakaya war von Mitte 2010 bis Ende April 2015 im Bereich der Extremismusprävention (Islamismus) der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg tätig, für die er Veranstaltungen zu den Themen „Muslimische Jugendkulturen”, „Islamistische Organisationen” und „Salafismus” konzipiert und durchgeführt hat. Er ist Mitautor des Glossars „Jugendszenen zwischen Islam und Islamismus” (2014).
Seit Mai 2015 ist Erdoğan Karakaya Referent für den christlich-islamischen Dialog der Eugen-Biser-Stiftung. Seine Aufgabenschwerpunkte umfassen die Konzeption, Leitung und Durchführung von Projekten, in denen er Vorträge und Fortbildungen für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zum Themengebiet des interreligiösen Dialogs erarbeitet. Er ist auch für die türkischsprachige Außenpräsenz der Stiftung mitverantwortlich.

Zur Anmeldung gehts hier