Militärische Intervention

“… SO BRAUCH’ ICH GEWALT”
Militärische Interventionen als Ultima Ratio?


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WILLIAM E. MOELLER
Amerikanischer Generalkonsul München

HEIDEMARIE WIECZOREK-ZEUL
SPD

DR. HEIKO BIEHL
Zentrum für Militägeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

DR. PETER GAUWEILER
Staatsminister a.D.


Trotz breiter Debatten über Gefahren und Möglichkeiten humanitärer und militärischer Interventionen ist weitgehend ungeklärt, wie auf Konflikte jenseits der eigenen Grenzen reagiert werden soll. Zwar haben Interventionen eine Lösung oder zumindest eine Verbesserung der jeweiligen Situation zum Ziel, doch kann das Eingreifen einer bis dahin unbeteiligten Partei auch zusätzliche Probleme herbeiführen.

Zwar wurde durch die Gründung der Vereinten Nationen (UN) zum ersten Mal eine völkerrechtlich bindende Norm zur Möglichkeit eines militärischen Eingreifens in fremdem Territorium geschaffen. Gleichzeitig werden die selbstgesteckten, hohen Ziele jedoch allzu häufig durch Machtinteressen einzelner Staaten oder Bündnisse zu Fall gebracht. Schwerfällige, blockadeanfällige Strukturen lähmen den Prozess und was als Instrument zur Friedenssicherung gedacht war, verfällt zusehends zu einer weiteren Arena des diplomatischen Wechselspiels.

Kann unter diesen Umständen überhaupt je von eine Legitimation militärischer Interventionen gesprochen werden? Oder gibt es gerechte Gründe zu handeln, auch jenseits eines internationalen Mandates?


Freitag | 19. Juni 2015 | 20.30 Uhr | Innstaße 31 | Audimax | Saal 10 | Eintritt frei