Programm

Die Veranstaltungen im Überblick

Feministische Außenpolitik – sind Werte mit außenpolitischem Agieren vereinbar?

Die Resolution 1325 gilt als Pfeiler der feministischen Außenpolitik, Expertinnen und Experten kritisieren jedoch, dass trotz einiger Erfolge, die tatsächliche Einbindung von Frauen in der Diplomatie noch immer nur ein Nachsatz ist.

Internationale Politik wird weitgehend von Vertretern des männlichen Geschlechts dominiert, wie können also bei sicherheitspolitischen Fragen und wenn es um den Frieden geht, weibliche Stimmen mehr Gehör bekommen?

An die jüngst durch Ernennung von Annalena Baerbock als deutsche Außenministerin wieder entflammte Debatte um feministische Außenpolitik anknüpfend, wollen wir uns mit der Frage “Wie kann eine wartebasierte Außenpolitik gelingen?” auseinandersetzen.

Gefahren des digitalen Schlachtfelds

Während Deutschland auf den großflächigen Ausbau von Glasfaser wartete, eröffnet Russland eine Front im digitale Raum. Die russische Außenpolitik stützt sich seit neuestem nicht mehr nur auf politischen Druck, sondern unterstützt ihr Vorgehen durch subtile digitale Stimmungsmache, welche sich in der Verbreitung von Desinformation und fragwürdigem Framing äußert.

Teil der westlichen Weltgemeinschaft kritisieren diese Strategie Russlands und bezichtigen das Land der Verlagerung von aggressiv expansionistischen Interessen von der realen auf die digitale Ebene.

Daher wollen wir fragen und diskutieren: Was bedeutet die Erweiterung der konventionellen Konfliktlinien um die digitale Dimension für den Rest der Welt?

Schläft der Westen?

Chinesische Unternehmen investieren allein im Jahr 2020 insgesamt 7,15 Milliarden US-Dollar in afrikanische Staaten der Subsahara-Region. Insgesamt 22.252 Millionen US-Dollar an chinesischen Direktinvestitionen flossen unter anderem nach Südafrika, in die Demokratische Republik Kongo, nach Angola und in drei weitere Staaten. Damit war China in diesem Jahr viertgrößter Investor in Afrika.

Aufgrund der zunehmend engeren Bindung der afrikanischen Staaten an China muss sich der Westen eine unangenehme Frage stellen: Können die westlichen Staaten allein oder im Verbund eine attraktive Konkurrenz für die wirtschaftlichen Bündnisse und Investitionen Chinas auf dem afrikanischen Kontinent darstellen?

Die NATO ist seit ihrer Gründung Ausdruck der nordamerikanisch-europäischen Verbundenheit und hat schon mehrfach bewiesen, dass sie Krisen überstehen kann.

Wie in jedem Bündnis gibt es auch in der NATO verschiedene Auffassungen über den Zweck und die Rolle, welche die Allianz im globalen Geschehen einzunehmen hat. Neue Herausforderungen stellen die NATO als Defensivbündnis in Frage, lassen sie sogar als überholt und veraltet erscheinen. Um jedoch entsprechende Anpassungen vorzunehmen, vielleicht auch um Europa verteidigungspolitisch handlungsfähiger zu machen, bedarf es einer Erneuerung der Allianz.

Doch welches der Mitglieder will was? Wer möchte eine aktivere Rolle einnehmen, wer möchte den Status quo erhalten? Welche anderen Streitpunkte gibt es? Und, am wichtigsten, wie bekommt man all diese Interessen unter einen Hut?

StudIP 230622 – Donnerstag, 23.06 um 10 Uhr mit Jacqueline Schäfer „Rhetorik der Außenpolitik verstehen“

StudIP 240622 – Freitag, 24.06 um 14 Uhr mit Franz Wacker „Partizipation bei der UN“

StudIP 250622 – Samstag, 25.06 um 10 Uhr mit Helena Luer „Feministische Außenpolitik“